Lernen, klassisches Konditionieren, operantes Konditionieren und Lernen am Modell

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Lernen erklärt

Immer wieder hört man in der Presse von Kindern mit Lernschwächen oder auch von Rechenschwäche oder Worten wie ADS bzw. ADHS. Diese Worte stehen in Verbindung mit Lernhindernissen, die die Aufnahme von neuem Wissen erschweren. Doch was ist Lernen eigentlich?

Lernen ist:

Lern-Arten

Die Wissenschaft unterscheidet dazu 3 verschiedene Arten des Lernens. In der Lerntheorie die bekannsteste Form ist das klassische Konditionieren. Daneben gibt es noch das operante Koditionieren und das Lernen am Modell (Bandura-Lernen).

Klassisches Konditionieren

Das klassiche Konditionieren wurde von Iwan Petrowitsch Pawlow entdeckt. Allseits bekannt ist der pawlowsche Hund an dem die Lernversuche durchgeführt wurden. Einem natürlichen Reiz (z.B. Hundefutter) folgt eine natürliche Reaktion (Speichelfluss). Wird nun ein neutraler Reiz (z.B. ein Glockenton) jeweils der Präsentation des natürlichen Reizes (Hundefutter) mehrmals vorgeschaltet, so ist nach einiger Zeit ein Speichelfluss schon nach dem neutralen Reiz (Glockenton) zu beobachten ohne dass der natürliche Reiz vorhanden ist. Aus dem neutralen Reiz wird ein konditionierter Reiz, die gelernte Reaktion wird zur konditionerten Reaktion.

Operantes Konditionieren

Verhalten kann durch das operante Konditionieren verstärkt bzw. verringert werden. Durch die Methode der Belohnung und Bestrafung in verschiedenen Formen kann Verhalten verändert werden. Besonders gut dargestellt ist das operante Konditionieren durch die Skinner-Box (benannt nach Burrhus Frederic Skinner).

Verstärkt werden kann ein gewünschtes Verhalten zum Einen durch eine positive Konsequenz (Belohnung) bei einem Verhalten oder zum Anderen durch die Wegnahme eines positiven Reizes (Eltern nehmen dem Kind eine Spielzeug weg bei einem Wutanfall).

Verringert werden kann ein unerwünschtes Verhalten zum Einen durch eine negative Konsequenz (Bestrafung) bei einem Verhalten oder zum Anderen durch die Wegnahme eines negativen Verstärkers (Entfernung eines unangenehmen Reizes wie z.B. Lärm).

Die Verstärkung von Verhalten soll positiver in die Richtung eines gewünschten Verhalten wirken als die Bestrafung. Ein Verhalten zu löschen soll nach gängiger Meinung praktisch nicht möglich sein.

Lernen am Modell

Das Lernen am Modell ist gleichzusetzen mit dem Lernen nach Beobachtung. Kinder lernen sehr viel durch Beobachtung und bauen auf diese Weise neues Wissen oder Verhalten auf, modizifizieren Wissen oder Verhalten und lernen Unterscheidungsreize bzw. Hinweisreize kennen. Unterscheidungsreize bzw. Hinweisreize (dikriminative Reize) sind Reize, die eine Hinweisreaktion auf eine zu erwartende Konsequenz haben. Z.B. eine rote Ampel lässt erahnen, dass mit einer Bestrafung durch die Polizei oder einen Unfall zu rechnen ist.

Das Modellernen setzt voraus, dass die Aufmerksamkeit zum Lernen vorhanden ist, dass eine Verarbeitung stattfindet, dass Reproduktion möglich ist und für die Ausübung später auch die notwendige Motivation aufgebracht wird.

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