Aufmerksamkeitsdefizitstörung / Hyperaktivitätsstörung (ADS / ADHS)

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Aufmerksamkeitsdefizitstörung / Hyperaktivitätsstörung (ADS / ADHS)

Aufmerksamkeitsdefizitstörungen (ADS) und die Variante mit zusätzlicher Hyperaktivität (ADHS) werden als psychische Störung betrachtet. Sie tritt im Kindesalter auf. ADS-Kinder leiden unter Konzentrationsschwäche und geringer Ausdauer. Es fällt ihnen schwer, bei der Sache zu bleiben. In unserem Schulsystem mit seinem meist frontal gehaltenem Unterricht fällt dies naturgemäß sehr stark auf. ADS-Kinder reagieren schnell ungehalten und tun sich schwer mit kontrolliertem Handeln, d.h. erst nachzudenken und dann zu handeln.

ADS hat auch positives

Die positiven Aspekte der ADS sind häufig unbekannt. Auf den ersten Blick mag das verwundern, doch die Charakteristika der Störung können, wohl dosiert, als Stärken genutzt werden. ADS-Kinder sind sehr sensibel und spontan. Das kann sie zu interessanten Gesprächspartnern machen. Aus ihrer spontanen Begeisterungsfähigkeit können starke kreative Impulse entstehen. Auch kann eine Hyperaktivität bei ADHS zu sehr hoher Motivation im Sport und im besten Fall zu erfolgreichem Leistungssport führen.

Vorsicht bei ADS und Hochbegabung

Interessant ist die Beziehung zwischen ADS und Hochbegabung. Den hochbegabten Kindern mit ADS gelingt es durch ihre Intelligenz häufig, die klassischen Symptome eine Zeitlang zu kompensieren, so dass die Störung erst später erkannt wird. Doch der Effekt der Störung ist bei solchen Kindern häufig dramatischer als bei weniger Begabten – schwere Lebenskrisen bis zu Depressionen können die Folge sein.

ADS eine Krankheit der Gesellschaft?

Ein interessanter Ansatz zu ADS wird von einigen Pädagogen und Politikern vertreten: "ADS ist eine Krankheit der Gesellschaft, nicht der Kinder". Die Idee dahinter: Nicht die Kinder sind krank, sondern die Gesellschaft. Diese Sichtweise ist umstritten und wird immer wieder heftig diskutiert. Unbestritten bleibt, dass sie Betroffenen und ihrem sozialen Umfeld helfen kann, aus einem sozialen Milieu heraus zu kommen, in die Teile unserer Gesellschaft gestellt werden, wenn sie nicht "funktionieren", wie die Gesellschaft das von ihnen erwartet.

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